KaMo Technische Fragen

Dezentrales System

Technische Fragen / FAQs

Technik der Heizzentrale

Zu hohe Vorlauftemperaturen: Sie müssen wegen der Warmwasserbereitung das ganze Jahr mit einer Vorlauftemperatur von 60° - 65° C fahren. Dann ist der Einsatz von Brennwerttechnik, die ja niedrige Vorlauftemperaturen benötigt, im KaMo Komplett-System überhaupt nicht möglich!

Das KaMo Komplett-System ist für den Einsatz von Brennwertanlagen deutlich besser geeignet als jede zentrale Warmwassererbereitung mit Speichern. Brennwertkessel mit unserem System kommen in der Praxis auf Laufzeiten mit ca. 98 – 99 % Brennwertnutzung:

  • Beim KaMo Komplett-System fahren Sie zwar mit 60 – 65 °C ins Netz. Jedoch verwenden wir für die Heizkreispumpenregelung die delta-T-Regelung. Die garantiert uns ganzjährig eine Spreizung von z. B. 20 – 30 K, die Rücklauftemperatur befindet sich also ganzjährig unter 40° C.
  • Bei Warmwasserentnahmen ist die Rücklauftemperatur noch niedriger, bei ca. 25° C.
  • Dieser kalte Heizungsrücklauf wird nun unten in den Pufferspeicher eingebracht und sorgt für eine stabile Schichtung. Wenn jetzt der Kessel den Pufferspeicher nachlädt, bekommt der Kessel nahezu über den ganzen Ladevorgang eine Rücklauftemperatur von 30° bis 45° C. Diese Temperatur ist ideal für den Brennwertbetrieb.
  • Einen zentralen Trinkwassererwärmer als Speicher, den Sie nach dem DVGW Arbeitsblatt W 551 betreiben, darf keine Zonen kleiner 60° C haben. Die Rücklauftemperatur zum Kessel, speziell im Sommerbetrieb, ist fast genauso hoch. Faktisch haben Sie somit bei einer zentralen Trinkwassererwärmung keinerlei Brennwertnutzen, und zudem ist der Kessel bei dieser hohen Rücklauftemperatur ständig am Takten.
Wirtschaftlichkeit des KaMo Komplettsystems

Verbrauchs- und Betriebskosten
Sie müssen das ganze Jahr mit Vorlauftemperaturen von 60 –  65 °C fahren. Dadurch treten doch enorme Verluste auf. Wie können Sie da behaupten, dass Ihr System wirtschaftlicher ist als eine zentrale Trinkwassererwärmung?

Die Verluste sind deutlich geringer als bei der zentralen Trinkwassererwärmung (TWE):

  • Durch weniger Rohrleitungsverluste: Nach DVGW Arbeitsblatt W 551 müssen Sie eine zentrale TWE mit 60 °C betreiben. Die Auskühlung der Zirkulationsleitung darf max. 5 K betragen und die Zirkulation (PWH-C) sollte dauerhaft betrieben werden. Die mittlere Temperatur im gesamtem Warmwassersystem liegt also ganzjährig bei 57,5° C = 55+ (60-55)/2.
  • Diese Temperatur ist maßgeblich für die Wärmeverlustberechnung. Dazu müssen Sie jetzt allerdings noch die Verluste für die witterungsgeführte betriebene Heizung rechnen.
  • Beim KaMo Komplett-System fahren Sie zwar mit 60 – 65 °C ins Netz. Jedoch verwenden wir für die Heizkreispumpenregelung die delta-T-Regelung. Die garantiert ganzjährig eine Spreizung von z. B. 20 – 25 K. Die mittlere Temperatur im Heizungssystem beträgt also weniger als 50 °C.
  • Darin sind aber sowohl die Verluste für die Raumheizungsversorgung wie auch für die dezentrale Trinkwassererwärmung enthalten.
  • Die Rohrleitungsverluste der zentralen TWE liegen also min. 15 bis 20 % oberhalb der Verluste des KaMo Komplett-Systems.

Das ist aber noch nicht alles!

  • Das KaMo Komplett-System erzielt einen wesentlich besseren Kesselnutzungsgrad.
  • Ein zentraler Trinkwasserspeicher muss komplett mit 60 °C betrieben werden. Wenn der Speicher dann nachgeladen wird, treten Rücklauftemperaturen von nahezu 60 °C auf. Der Kessel kommt damit ins Takten und Brennwertbetrieb kann im Sommer nicht gefahren werden – hohe Bereitschaftsverluste sind die Folge.
  • Bei dem KaMo Komplett-System hingegen liegt die Rücklauftemperatur in den Heizungspufferspeicher bei ca. 40 °C (Winterbetrieb) bis 45 °C (Sommerbetrieb) – dank der delta-T-Regelung. Speziell im Sommer steht der Kessel stundenlang still, weil die Anlage dann allein durch den Pufferspeicher versorgt wird.
  • Ist der Heizungspuffer dann irgendwann entladen, lädt der Kessel in einem Stück durch (z. B. 20 Minuten lang) und dies mit den kalten Rücklauftemperaturen. Die Pufferladeregelung sorgt zusätzlich dafür, dass der Kessel immer im optimalen Betriebspunkt fährt.
  • Deshalb befindet sich beim KaMo Komplett-System ein Brennwertkessel zu 98 % bis 99 % der gesamten Jahreslaufzeit im Brennwertbetrieb – dies erreicht keine nach den bestimmungsgemäß (nach DVGW Arbeitsblatt W 551) betriebene zentrale Trinkwassererwärmung!

Wie ist der Komfort einer KaMo Wohnungsstation?
Es ist doch kein Komfort, wenn Sie mit 65 °C in die Heizkörper fahren! Zeitgemäß ist eine witterungsgeführte Regelung. Warum sollten wir uns so ein veraltetes Prinzip mit so hohen Vorlauftemperaturen in unsere Wohnungen einbauen? 

Wir erklären, dass die Betriebsweise mit 65 °C wesentlich mehr Komfort bietet als ein witterungsgeführter Betrieb. Das können wir dadurch beweisen, dass bei unseren Kunden aus der Wohnungswirtschaft überhaupt keine Beschwerden von Mietern bezüglich des Heizungsbetriebs vorliegen. Das liegt daran:

  • Der Mieter kann mit dem KaMo Komplett-System heizen, wann immer er möchte. Eine zentrale Nachtabsenkung (dezentral wäre möglich, z. B. mit einer Raumuhr) gibt es nicht und ein kundenorientiertes Wohnungsunternehmen sollte seinen mündigen Mietern nicht vorschreiben, wann Wärme zur Verfügung steht und wann nicht.
  • Wann immer der Kunde, z. B. durch Öffnen eines Thermostatventils heizen möchte, fließt beim KaMo Komplett-System deutlich spürbare Wärme in die Heizkörper. Speziell in der Übergangszeit (März bis Mai oder September und Oktober) führen witterungsgeführte zentrale Heizungsanlagen hingegen regelmäßig zu Beschwerden.
  • Grund ist dann nicht eine objektiv zu geringe Raumtemperatur, sondern dass sich der Heizkörper subjektiv "kalt" anfühlt, weil die Vorlauftemperatur in der Übergangszeit meist unterhalb von 37 °C liegt. Alles unter 37 °C fühlt sich aber kalt an. Sensible und empfindliche Mieter greifen dann regelmäßig zum Telefon und beschweren sich über die "defekte" Heizung.

Beim KaMo-Komplett-System sind diese Einwände nicht bekannt - als Ergebnis kann sich das Wohnungsunternehmen über zufriedene Mieter freuen. 

Durchflusserwärmer kennen wir zur Genüge! So was kann ich meinen Mietern heute nicht mehr zumuten. Das ist doch kein Komfort: Schwankende Temperaturen bei wechselnden Zapfmengen und wenn eine zweite Entnahmestelle aufgeht, verringert sich der Durchfluss und die Temperatur der zuerst geöffneten Entnahmestelle!

  • Sie dürfen den Komfort von Gasthermen und E-Durchlauferhitzern nicht auf das KaMo Komplett-System übertragen. Das sind ganz andere Welten.
  • Die Wohnungsstation liefert bei 65 °C Vorlauftemperatur ca. 12 - 15 Liter/min Warmwasser (PWH) mit 50 °C. Das ist fast doppelt so viel wie eine Gastherme leisten kann! Zwei Zapfstellen (z. B. Dusche + Waschbecken) können ohne weiteres bedient werden.
  • Die Warmwassertemperatur wird über ein so genanntes hydraulisches Proportionalventil geregelt – das heißt, bei kleinen oder großen Zapfmengen liegen die Entnahmetemperaturen gleich - also auch hier ein ganz anderes Verhalten als bei Gasthermen.
  • Der Komfort der Wohnungsstation ist damit nahezu identisch mit einer zentralen Warmwasserbereitung - jedenfalls was die Entnahmemenge und die Entnahmetemperatur angeht - nur haben Sie zudem noch die Gewissheit, Ihre Mieter mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser zu versorgen.

Wenn im Sommer kein Heizbetrieb besteht und tagsüber auch kein Warmwasser gezapft wird, dann kühlen doch die Steigleitungen aus und dann hat man ewig lange Wartezeiten auf Warmwasser!
Das wird dadurch verhindert, dass sich in der obersten Station an einem Strang ein so genanntes thermostatisches Vorhaltemodul befindet. Wenn in diesem Ventil eine Temperatur von 45° C unterschritten wird, öffnet es kurz und sorgt dafür, dass immer Wärme vor der Station ansteht - also keine langen Wartezeiten auf Warmwasser. 

KaMo WK-Stationen gibt es in verschiedenen Größenordnungen und für alle Komfortkriterien. Die Wohnungsstationen liefern Wassermengen von 12 bis 25 l/min mit einer Warmwassertemperatur von 50 °C. Diese variiert je nach Vorlauftemperatur. Die Warmwassertemperatur wird über einen so genannten hydraulischen Proportionalmengenregler gesteuert – das heißt, bei kleinen oder großen Entnahmemengen bleibt die Entnahmetemperatur konstant. Der Komfort der Wohnungsstation ist hinsichtlich Entnahmemenge und Entnahmetemperatur identisch mit einer zentralen Warmwasserbereitung mit Speichern. Hinzu kommt die zusätzliche Gewissheit: hygienisch sicher und zuverlässig! 

Wärmedämmung von Rohrleitungen

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) schreibt die Wärmedämmung von Rohrleitungen/ Kaltwasserleitungen vor. Warum sind Ihre Leitungen nicht gedämmt? 

EnEV Anforderungen an Dämmung von Wohnungsstationen:

  • Die Ausführung der Wärmedämmung von Armaturen und Rohrleitungen, welche sich innerhalb der Wohnungsstation befinden, liegt nicht im Regelungsbereich der EnEV. Im Zusammenhang mit der EnEV ergibt sich somit keine Anforderung hinsichtlich Wärmedämmung dieser Bauteile.
  • „Soweit sich Leitungen…in beheizten Räumen oder in Bauteilen zwischen beheizten Räumen befinden und ihre Wärmeabgabe durch frei liegende Absperreinrichtungen beeinflusst werden kann, werden keine Anforderungen an die Mindestdicke der Dämmschicht gestellt“. Hieraus ergibt sich, dass keine Dämmung der Stationsleitungen erforderlich ist, sofern die Stationen in beheizten Räumen eingesetzt werden. 
  • Obwohl keine Anforderungen an die Dämmung der Leitungen gestellt werden, dämmen wir einige Leitungen, um, z. B. die Erwärmung des Kaltwassers (PWC) zu verhindern.
 
Legionellen

Muss ich bei dem KaMo-Komplett-System irgendwelche Legionellen-schutzmaßnahmen treffen?

Im Regelfall nein:

  • Das DVGW Arbeitsblatt 551 fordert, dass zwischen dem Wärmeerzeuger und der Entnahmestelle nicht mehr als 3 Liter Wasserinhalt enthalten sein dürfen. Bei den im Normalfall sehr kurzen Anbindewegen zwischen Station und Wasserhahn werden Sie dieses Volumen weit unterschreiten.
  • Gerade der oben genannte Punkt ist ein sehr großer Kostenvorteil gegenüber einer zentralen Warmwasserbereitung. Gemäß des neuen DVGW Arbeitsblattes 551 sind Sie als Betreiber der Anlage in die Pflicht genommen, hygienisch einwandfreies Trinkwasser bereitzustellen.
  • Bei einer zentralen Warmwasserbereitung müssen Sie hierfür hohe Invest-Kosten einplanen, und der Betrieb der zentralen WWB ist nach den DVGW Richtlinien ebenfalls unwirtschaftlich (weil: dauerhafter Betrieb mit 60° C, auch in der Zirkulation, immer durchgewärmter Speicher -> schlechte RL Temperaturen zum Kessel -> schlechter Brennwertnutzen).
  • Beim Einsatz und Betrieb des KaMo Komplett-Systems sind Sie nicht nur "de jure" auf der sicheren Seite, Sie betreiben Ihre Anlage auch äußerst wirtschaftlich und mit vollem Brennwertnutzen - zu Ihrem und zum Vorteil Ihrer Mieter.
 
Kaltwassererwärmung in Wohnungsstationen

Bei Wohnungsstationen muss eine permanente Temperaturvorhaltung für die sofortige Frischwarmwasser-Bereitung gegeben sein. Wie verhindern Sie eine Erwärmung des Kaltwassers (PWC), wenn Sie die PWC-Leitung nicht dämmen?

  • In unseren Wohnungsstationen ist ein hoher Durchsatz des Kaltwassers gegeben: WC-Spülungen, diverse PWC-Entnahmen, Mischarmaturen und das PWC zur dezentralen Erwärmung des Frischwarmwassers.
  • In der Station sind ca. 20 cm der PWC-Leitung in der Nähe der Heizungsleitung. Eine Übertemperatur stellt sich jedoch nicht ein, da die Umgebungstemperatur nur so hoch ist wie die Raumtemperatur. Zusätzliche Belüftungsöffnungen verhindern zusätzlich eine Übertemperatur. Zudem ist das Wasservolumen der betreffenden KW-Leitung in der Station minimal (1 m Edelstahlrohr 18 mm = 0,21 l Wasserinhalt).
  • Durch den Einsatz von Kunststoffrohrschellen ist die Station zur Grundplatte thermisch entkoppelt. Somit kann sich die Grundplatte nicht erwärmen. Das verhindert einen „Wandheizungseffekt“ (ggs. Metall auf Metall = Wärmeübertragung).
  • Die Gefahr der Erwärmung Kaltwassers bei Wohnungsstationen ist um ein vielfaches geringer als bei zentraler Trinkwassererwärmung mit Speichern, da das Rohrnetz der Warmwasser- und Zirkulationsleitung im Gebäude entfallen.
  • Tritt eine Überschreitung der PWC-Temperatur über 25 °C auf, ist die Ursache in der vorgelagerten PWC-Leitung zu suchen. Oftmals liegen dann warmgehende Leitungen direkt daneben, z. B. in einem Schacht ohne thermische Trennung.
  • Obwohl keine Anforderungen an die Dämmung der Leitungen gestellt werden, dämmen wir einige Leitungen, um, z. B. die Erwärmung des Kaltwassers, selbst auf diesen kurzen Strecken, zu verhindern.